Dranbleiben lohnt sich – für Ihr Sehen und Ihre Lebensqualität

Sehen heißt, das Leben im Blick zu behalten – vertraute Gesichter, kleine Gesten, Selbständigkeit im Alltag. Wenn die Augen erkranken, wird all das kostbar. Eine regelmäßige IVOM-Therapie hilft, die Sehkraft zu stabilisieren – entscheidend ist, konsequent dranzubleiben.

Netzhauterkrankungen wie neovaskuläre altersabhängige Makuladegeneration (nAMD), diabetisches Makulaödem (DMÖ) oder retinaler Venenverschluss (RVV) greifen in feinste Sehprozesse ein. Die intravitreale operative Medikamentenapplikation (IVOM) zielt darauf ab, die Netzhaut zu schützen und die Sehkraft zu erhalten – teils sogar zu verbessern.¹ Regelmäßige Kontrollen und Injektionen sind dafür der Schlüssel.

Erschienen am 25.03.2026

Drei Seniorinnen unterhalten sich

Ein Bild, das hilft, es zu verstehen

Man kann sich die IVOM-Therapie vorstellen wie einen Damm, der das Wasser zurückhält. Solange er regelmäßig kontrolliert und verstärkt wird, bleibt die Netzhaut trocken. Wird er vernachlässigt, kann wieder Flüssigkeit eindringen – und das Sehen verschlechtert sich. Das ist Therapietreue: regelmäßig handeln, um den Schutz aufrechtzuerhalten und die Sehkraft zu sichern.

Therapietreue – warum regelmäßige Termine zählen

Die IVOM-Therapie ist häufig langfristig und erfordert regelmäßige Termine in der augenärztlichen Praxis. Für den Behandlungserfolg ist es wichtig, dass Patientinnen und Patienten ihre Kontroll- und Injektionstermine zuverlässig wahrnehmen und die Behandlung so durchführen, wie es gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen wurde.
Wenn das gelingt, spricht man von Therapietreue – auch Adhärenz genannt. Sie ist ein entscheidender Faktor, damit die Therapie ihre bestmögliche Wirkung entfalten kann. Daraus ergibt sich die ganz praktische Frage:

„Wie oft muss ich eigentlich noch zur IVOM kommen?“

Diese Frage hören Augenärztinnen und -ärzte häufig – und sie ist berechtigt.
Zu Beginn finden die Injektionen meist in kurzen Abständen statt, später werden die Intervalle, je nach Ausprägung der Erkrankung und dem jeweiligen Medikament, individuell angepasst.
Wichtig ist: Die Abstände werden so gewählt, dass Ihre Netzhaut möglichst trocken bleibt – denn nur dann kann das Sehen stabil bleiben.

Zahlreiche Studien zeigen, dass Menschen mit nAMD, DMÖ oder RVV, die ihre Termine konsequent wahrnehmen, deutlich bessere Chancen haben, ihre Sehkraft zu erhalten.
Wird ein Injektionstermin ausgelassen, kann sich erneut Flüssigkeit in der Netzhaut ansammeln – und die Sehkraft verschlechtert sich oft wieder 1

nAMD-Patientin Maria hat bereits Erfahrung mit der IVOM-Therapie und schildert ihre Erfahrungen hier: 

Jetzt ansehen (Maria Herrler)

„Was passiert, wenn ich mal einen Termin verpasse?“

Das kann vorkommen. Entscheidend ist, dass Sie den Termin möglichst schnell nachholen.
Denn jeder ausgelassene Behandlungstermin kann das Gleichgewicht im Auge stören und die Stabilität der Netzhaut mindern.1

Oft muss man sich danach erst wieder daran gewöhnen, die Spritzentermine konsequent wahrzunehmen. Nur wenn man regelmäßig zum Termin erscheint, kann die Netzhaut stabilisiert werden. Das zeigt: Wer dranbleibt, schützt die eigene Sehkraft – Schritt für Schritt, Termin für Termin.

„Wie soll ich das auf Dauer schaffen?“

Diese Frage bewegt viele, denn die IVOM-Therapie ist keine einmalige Behandlung.
Sie begleitet Sie über Jahre – und das kann auch mal anstrengend sein. Darum gibt es Unterstützung: Das Patientenunterstützungsprogramm augenblicke – Das Telefon mit Herz hilft dabei, Termine im Blick zu behalten, motiviert zum Weitermachen und unterstützt Sie und Ihre Angehörigen rund um das Leben mit nAMD, DMÖ oder RVV. 
Erinnerungen, Gespräche und kleine Hilfen sorgen dafür, dass die Therapie zur Routine wird – und Sie Sicherheit im Alltag beibehalten.

Diagnose nAMD, DMÖ oder RVV?*
Fragen über Fragen?!

Wir sind für Sie da:
augenblicke – Das Telefon mit Herz  

Wir helfen bei alltagspraktischen Themen, damit in Ihrem Arzt-Patienten-Gespräch mehr Zeit für medizinische Anliegen bleibt. 

Mo-Fr von 9-18 Uhr, kostenfrei unter 0800 10 10 030  

Ein älterer Mann zeigt ein Herz in die Kamera

Marianne lebt mit nAMD und nimmt am Patientenunterstützungsprogramm augenblicke – Telefon mit Herz teil.

“In der Regel dauert das Gespräch ungefähr eine halbe Stunde. Das Wichtigste ist, dass jemand Zeit für den Patienten hat. Wo man das Gefühl hat, da interessiert sich  jemand für deine Krankheit.”
                                                                         Marianne, nAMD-Patientin
 

Therapietreue heißt: aktiv für die eigene Sehkraft sorgen

Therapietreue ist kein Pflichtgefühl, sondern zeigt eigene Stärke und Selbstfürsorge. Jede wahrgenommene Injektion ist ein aktiver Schritt, das eigene Sehen zu schützen – und damit ein Stück Lebensqualität zu bewahren.1

Wer regelmäßig zur Behandlung geht, hat bessere Chancen,

  • die Sehkraft langfristig zu erhalten oder zu verbessern,
  • sich sicher zu bewegen und aktiv zu bleiben
  • und den Alltag unabhängig zu gestalten.

 

1, Kovach, J. L., Bailey, S. T., Kim, S. J., Lim, J. I., Vemulakonda, G. A., Ying, G. S., Flaxel, C. J., & American Academy of Ophthalmology Preferred Practice Pattern Retina/Vitreous Committee (2025). Retinal Vein Occlusions Preferred Practice Pattern®. Ophthalmology132(4), P303–P343. https://doi.org/10.1016/j.ophtha.2024.12.025
 
2, Charité – Universitätsmedizin Berlin, Glossar Medizinsoziologie, 2023

Inhaltlich geprüft: M-DE-00029848