Wer früh handelt, sieht länger klar
Warum sich Dranbleiben bei Netzhauterkrankungen lohnt
Bei Netzhauterkrankungen wie der feuchten altersabhängigen Makuladegeneration (nAMD), dem diabetischen Makulaödem (DMÖ) oder dem Makulaödem infolge eines retinalen Venenverschlusses (RVV) sammelt sich Flüssigkeit in und unter der Netzhaut an. Die Folge: Die Sehfähigkeit lässt nach. Doch die gute Nachricht ist: Mit der richtigen Therapie können Sie gegenhalten – und zwar heute besser denn je.
Erschienen am 28.11.2025

Was viele nicht wissen: Die Flüssigkeit, die sich bei Netzhauterkrankungen ansammelt, ist tückisch. Sie schädigt Ihre Sehzellen – je länger sie bleibt, desto größer kann der Schaden sein. Daher ist die Trocknung der Netzhaut bei der Behandlung so wichtig. Genau hier setzt die moderne intravitreale operative Medikamentenapplikation (IVOM-Therapie) an: Sie zielt darauf ab, die Netzhaut zu trocknen und damit die Sehkraft möglichst lange zu erhalten. Und das Beste? Mittlerweile gibt es Medikamente, mit denen das bis zu 4 Monate – oder sogar länger – anhält. Das kann für Sie bedeuten: weniger Spritzen, weniger Termine bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, mehr Freiheit.
Doch dafür braucht es von Anfang an Konsequenz. Dranbleiben. Spritzen nicht auslassen. Und keine Angst vor einem Therapiewechsel, wenn es nötig ist. Wer sich gut informiert und seine Sorgen, Wünsche sowie Bedürfnisse offen bei der Augenärztin oder dem Augenarzt anspricht und sich an die Behandlungstermine hält, hat gute Chancen auf ein längeres Therapieintervall.
„Die Trocknung der Netzhaut ist von entscheidender Bedeutung. Flüssigkeit, die länger in der Netzhaut steht, kann zu Schädigung der Sehnervenzellen führen. Somit sehen Sie im Verlauf der Zeit immer schlechter.“
- Dr. med. Berenike Kunzmann
Funktionsoberärztin, Augenklinik Tübingen
Selbst aktiv werden – für Ihre Netzhaut und Ihr Leben
Und Sie selbst? Sie sind aktiver Teil Ihrer Behandlung. Sie können zu Ihrer Therapie beitragen mit regelmäßigen Besuchen bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, um den Zustand der Netzhaut im Blick zu behalten. Bewegung an der frischen Luft – selbst ein strammer Spaziergang – fördert die Durchblutung und hat einen positiven Einfluss. Achten Sie auf eine ausgewogene Ernährung und bleiben Sie neugierig! Informieren Sie sich über neue Therapien. Und vor allem: Ziehen Sie sich nicht zurück – soziale Kontakte können dabei helfen, mit der Erkrankung gut zu leben.
Erfahren Sie hier mehr zum Thema IVOM-Therapie.
Inhaltlich geprüft: M-DE-00026614
