IVOM-Behandlung: Warum die Desinfektion mit Jod vor der Spritze so wichtig ist
Bei der IVOM-Behandlung ist Jod ein wichtiger Schutz vor Infektionen. Im Video erklärt Dr. med. Christian Brinkmann, warum die Desinfektion so wichtig ist – und Patientin Regina Grams erzählt, wie sie diesen Moment erlebt.
Erschienen am 11.09.2026
„Warum die Desinfektion mit Jod bei der IVOM-Behandlung so wichtig ist“
Dr. med. Christian Brinkmann, Chefarzt am Dietrich-Bonhoeffer-Klinikum Neubrandenburg, im Gespräch mit Regina Grams, Patientin mit nAMD.
Jod vor der IVOM-Spritze: Warum dieser Schritt schützt
Dr. med. Christian Brinkmann erklärt, warum das Auge vor einer IVOM-Behandlung gründlich desinfiziert wird. Denn das Auge ist von Natur aus nicht keimfrei: Damit bei der Spritze möglichst keine Keime ins Auge gelangen, wird das Auge vorher sorgfältig vorbereitet.
Regina Grams kennt diese Situation als Patientin mit nAMD aus eigener Erfahrung. Sie beschreibt den Ablauf als ruhig und gelassen: Erst kommt die Jodlösung ins Auge, dann wird alles abgetupft und ausgespült – und kurz darauf ist schon fast die Spritze an der Reihe. Ihre Erfahrung zeigt: Wenn die einzelnen Schritte erklärt werden und man weiß, was passiert, kann das Sicherheit geben und Ängste nehmen.
Im Video erfahren Sie
- Wozu Jod bei der IVOM-Behandlung verwendet wird
- Wie die Desinfektion mit Jod dabei hilft, Entzündungen vorzubeugen.
- wie Regina Grams die Vorbereitung vor der Spritze erlebt
Warum wird das Auge vor der IVOM-Spritze desinfiziert?
Bei einer IVOM-Behandlung wird ein Medikament mit einer feinen Spritze direkt ins Auge gegeben. Damit dabei möglichst keine Keime ins Auge gelangen, wird die Augenoberfläche vorher desinfiziert. Die Desinfektion ist deshalb kein überflüssiger „unangenehmer Extraschritt“, sondern ein wichtiger Teil der Behandlungssicherheit.
Warum wird dafür Jod verwendet?
Jodhaltige Desinfektionslösungen wirken gegen ein breites Spektrum von Keimen und reduzieren die Bakterien auf Augenoberfläche, Lidern und Wimpern. Gerade vor einer Spritze ins Auge ist das wichtig – so sinkt das Risiko einer Entzündung. Manche Patientinnen und Patienten empfinden Jod als unangenehm oder spüren ein kurzes Brennen. Das kann verunsichern. Jod erfüllt jedoch vor allem eine Schutzfunktion:
Was hilft, wenn die Jod-Desinfektion im Auge brennt?
Sobald die jodhaltige Lösung ins Auge gegeben wird, kann es kurz brennen oder stechen. Manche Augen tränen, röten sich oder fühlen sich an, als wäre ein Fremdkörper darin. Wichtig ist: Sie müssen die Beschwerden nicht still aushalten. Sie können dem Behandlungsteam beispielsweise sagen:
„Die Desinfektionslösung brennt gerade stark in meinem Auge. Können Sie bitte prüfen, ob alles in Ordnung ist?“
Ihre Ärztin oder Ihr Arzt kann entscheiden, ob überschüssige Desinfektionslösung nach der notwendigen Einwirkzeit mit steriler Kochsalzlösung ausgespült werden kann. Nach der IVOM-Behandlung können gegebenenfalls befeuchtende Augentropfen helfen.
Was ist der Unterschied zwischen Betäubung und Desinfektion?
Die Betäubung und die Desinfektion gehören beide zur Vorbereitung auf die IVOM-Spritze, wirken aber auf völlig unterschiedliche Weise:
Die Betäubung (meist durch Augentropfen) sorgt dafür, dass Sie von der Spritze selbst möglichst wenig spüren. Die Desinfektion mit Jod hat eine Schutzaufgabe: Sie reduziert Keime auf der Augenoberfläche und verhindert Infektionen.
Hinweis:
Dieser Beitrag ersetzt keine ärztliche Beratung. Wenn Sie Fragen zu Ihrer Diagnose, Ihrer Behandlung oder Beschwerden nach einer IVOM-Spritze haben, wenden Sie sich bitte an Ihre augenärztliche Praxis.
Inhaltlich geprüft: M-DE-00032235
